Test & Technik

Trailbikes im Test: Focus Spine C Pro

Leichtgewicht

Die Spine-Plattform bei Focus umfasst eine ganze Reihe an Ausstattungsvarianten, wobei das Spine C Pro der Einstieg in die Carbon-Modelle ist. 120 Millimeter Federweg und 27,5-Zoll-Laufräder sind typische Werte für ein Trailbike und auch der Fahrcharakter des Focus entspricht dem Einsatzzweck gut. Schon beim Auspacken des Bikes fallen einige grundsätzliche Dinge auf. Das Spine C Pro ist attraktiv leicht, sein Rahmen sieht harmonisch aus und bietet einige schöne Details wie die eleganten Zugeinlässe oder auch den schicken Kettenstrebenschutz. Außerdem wurde auf eine Variostütze verzichtet, die wir bei unseren Testfahrten auch vermisst haben, zumal die Klemmung der Sattelstütze geschraubt ist. An sich bietet der agile Flitzer viele Reserven und ist sehr angenehm zu handhaben und man wagt sich locker an kniffelige Passagen heran. Das Spine liegt sicher im Trail und ist dabei sehr wendig, es macht Spaß, das Bike ordentlich fliegen zu lassen. Das Beschleunigen ist eine wahre Freude und auch in Anstiegen überzeugt das Focus. Der Fahrer sitzt tief im Bike, kann es sicher manövrieren und effektiv treten. Auf dem Vorderrad lastet gut Druck, das sorgt für Kontrolle und sicheres Klettern.

Viel Schub nach vorne: Das Focus Spine ist ein schnelles, raceorientiertes Trailbike.

 

Stimmiges Fahrwerk

Das Fahrwerk des Spine bietet vorne wie hinten 120 Millimeter Federweg, beide Federelemente kommen von Rock Shox. Der Monarch HV Dämpfer überzeugt dabei noch mehr als die Reba Gabel. Gerne hätten wir das Rad einmal mit einer 140mm-Pike ausprobiert. Beide Federelemente können blockiert werden. Genutzt haben wir das nur in Asphaltpassagen. Deswegen haben wir auch den Remote-Hebel am Lenker nicht vermisst, sondern uns über das aufgeräumte Cockpit gefreut. An dem sind zwei Schalthebel montiert, da das Spine C Pro mit einer XT mit 22 Gängen bestückt ist. Der Bandbreite an Übersetzungen tut das gut, eine 1x11-Schaltung stünde dem spritzigen Trailbike allerdings auch gut zu Gesicht. Die Shimano Deore-Scheibenbremsen arbeiten zuverlässig, bieten nicht ganz das gute Betätigungsgefühl einer XT. Eine gute Wahl sind die Continental Mountain King, ein guter Allround-Reifen, der vorne in 2,4 Zoll, hinten in 2,2 Zoll Breite montiert ist.

Federweich: Die 120 Millimeter Federweg im Heck fühlen sich nach viel mehr an.

Gute wahl: Continental Mountain King 2,2 Zoll hinten und 2,4 Zoll vorne.

 

Fazit

Das Focus Spine C Pro ist ein leichtes, wendiges und antriebstarkes Trailbike, mit schönen Detaillösungen. Der Verzicht auf eine Variostütze trübt die Freude ein wenig.

 

Ich hab's getestet

„Das Spine mit seiner aktiven Racegeometrie hat mir gut gefallen. Das sichere Handling und der Schub nach vorne, den das Bike generiert, sind klasse. Ich würde eine Variostütze nachrüsten und mir auch einen breiteren Lenker montieren.“

Tom Burggraf,
bikesport Tester

 

Technik Info

Rahmen

Material/Größen: Karbon / S, M, L, XL
Gewicht (ohne Pedale): 12,60 kg

Federung

Gabel: Rock Shox Reba RL 120 (120 mm)
Dämpfer: Rock Shox Monarch RT (120 mm)

Antrieb & Bremsen

Schaltung v/h: Shimano Deore XT
Schalthebel: Shimano Deore XT
Kurbel: FSA Comet
Bremsen: Shimano M615 (180/180 mm)

Laufräder

Naben/Laufrad: Shimano Deore/Concept EX rim
Reifen: Continental Mountain King (2,4”–2,2”)

Parts

Lenker: Concept CSL, Flat (720 mm)
Vorbau: Concept SL
Stütze: Concept SL
Sattel: Concept EX

Preis

Preis: 2999 EUR
www.focus-bikes.com

Quelle: 

Text: MARTIN MUNKER I Fotos: GIDEON HEEDE

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