Test & Technik

US-Bikes im Test: Das Felt Decree FRD

Felt Decree FRD. US-Bike Test. Trailbike.
Die Sitzposition auf dem Decree ist effizient. Und die Ausstattung bedarf erst gar keiner Worte: Topniveau!

Unter Hochspannung: Das Felt Decree FRD

Felt setzt bei seinem brandneuen Trailbike auf das „FAST“-Hinterbausystem, das für ein leichtes, effizientes Fahrwerk sorgen soll. In der Topversion des Bikes für 10.000 Euro bleiben allerdings auch keine Wünsche offen.
Nur wenige Tage nach der offiziellen Vorstellung ist das Testexemplar des Felt Decree in die Redaktion gerollt, in der Top-Variante FRD. Das Trailbike bietet 140 Millimeter Federweg, ist in fünf verschiedenen Varianten erhältlich und setzt ebenfalls auf einen einteiligen „FAST“-Hinterbau aus Carbon, ebenfalls ohne Gelenke in Ketten- oder Sitzstreben. Bei dieser sogenannten „Felt Active Stay Technology“ ist der Hinterbau in der SAG-Position des Dämpfers in sich spannungsfrei. Federt der Hinterbau ein, wird er komprimiert, beim Ausfedern auseinander gezogen. Durch diese Vorspannung ist er immer bestrebt, in die SAG-Position zurückzukehren. Konstruktionsbedingt wird der Hinterbau übrigens bei allen Decree-Modellen aus Carbon gefertigt, auch bei jenen mit Alu-Hauptrahmen.  
Beim Einfedern spricht das Bike fein an, zeigt andererseits bei einem kräftigen Antritt kaum Wipptendenzen und hält das Rad sicher am Boden. Viel Theorie, funktioniert aber in der Praxis sehr überzeugend. Partner vorne ist eine Pike RCT3 mit 150 Millimeter Federweg. Das Fahrwerk arbeitet harmonisch und souverän. Unserer Meinung nach könnte auf deren Absenkfunktion selbst bei längeren Kletterpassagen verzichtet werden – das würde sogar noch einmal etwas Gewicht sparen. Die Sitzposition auf dem Decree ist effizient. Allerdings fällt der Rahmen sehr kompakt aus. Wer zwischen zwei Größen liegt, sollte sich für den größeren entscheiden.

Eine echte Trail-Race-Rakete: Das Decree ist leicht, verspielt und dennoch laufruhig.


Superleicht und steif

Bergab ist das Decree FRD ein Waffe, es ist agil, es beschleunigt rasant und fühlt sich bei Sprüngen federleicht an. Das Bike erfüllt in Sachen Steifigkeit die Versprechungen der Konstrukteure. Auf dem Trail will das Bike jedoch richtig gefahren werden und sorgt trotz seiner Verspieltheit für ordentlich Laufruhe. Die Ausstattung bedarf eigentlich keiner Worte: Topniveau! Echte Hingucker und Hinhörer sind die Laufräder mit Chris King Naben und Enve Carbonfelgen. Am Rahmen finden sich etliche schöne Details, wie die Zugauslässe und die Möglichkeit, über „Flip Chips“ an der Dämpferwippe, die Geometrie zu verändern.

Fazit

Federleicht, steif und effizient: Mit dem Felt Decree fliegt man förmlich über die Strecken. Der Preis der getesteten Top-Variante hat sich allerdings mehr als gewaschen.

Ich habs getestet

„Eine echte Rakete, die vom ersten Meter weg Spaß macht! Das Decree hat mich optisch und mit seiner Performance rundum überzeugt. Leicht und flink, da stehe ich drauf. Und die erschwinglichen Varianten funktionieren sicherlich genauso gut.“


Isabell Ridder,
bikesport Redakteurin

Technik Info

Rahmen

Material/Größen: Carbon / S, M, L, XL
Gewicht (ohne Pedale): 11,19 kg

Federung

Gabel: Rock Shox Pike RCT3 (150 mm)
Dämpfer: Rock Shox Monarch Plus (140 mm)

Antrieb & Bremsen

Schaltung: Sram XX1
Schalthebel: Sram XX1
Kurbel: Race Face Next (32 Zähne)
Bremsen: Sram Guide Ultimate (180/160 mm)

Laufräder

Naben/Laufrad: Chris King Iso/Enve 60 Forty
Reifen: Schwalbe Nobby Nic (2,25”)

Parts

Lenker: Easton Haven Carbon (740 mm)
Vorbau: Easton Haven (55 mm)
Stütze: Rock Shock Reverb Stealth (100 mm)
Sattel: WTB SL8 Carbon Rails

Preis

9999,00 EUR

Vertriebsinfo

www.feltbicycles.com

Quelle: 

Redaktion bikesport Magazin / Text: Martin Munker / Bilder: Gideon Heede

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