Test & Technik

Enduro im Biketest: Kona Process 153

Kona Process 153: Spaßbike für technische Trails und Bikepark.
Kona Process 153: Spaßbike für technische Trails und Bikepark.

Massiv und schnell: Das Kona Process 153

Das Kona Process 153 vereint ein klassisches Erscheinungsbild mit einem sehr sicheren Fahrgefühl und hohem Abfahrtspotenzial. Die 153 Millimeter Federweg des massiven Hinterbaus stecken im Namen des Bikes, das auf einen klassischen Aluminiumrahmen mit schönen Schweißnähten setzt, die er stolz zur Schau stellt. Das „Rocker Independent“ Federungssystem entkoppelt die Federung effektiv von Antriebs- und Bremseinflüssen. Lediglich im Wiegetritt kann man ein leichtes Wippen des Hinterbaus provozieren. Dieser ist sehr kompakt gehalten, seine Kürze verhilft dem Process 153 zu großer Wendigkeit. Die Umlenkung lagert tief am Sitzrohr, entsprechend tief konnte das Oberrohr gezogen werden. So bietet das Kona sehr viel Beinfreiheit, die in technischen Passagen hochwillkommen ist. Gleichzeitig ist das Oberrohr lang und der Lenkwinkel flach, zur Wendigkeit des Bikes gesellt sich also ein sattes, zuverlässiges Fahrgefühl wenn es schnell wird.

Auch in der Luft leicht zu beherrschen: das Kona Process 153.


Volle Kontrolle


Ein gelungenes Konzept für ein vielseitiges und ausgewogenes Fahrverhalten. Das Kona gefällt im Singletrail genauso wie in technischen Abfahrten oder schnellen Downhills mit ordentlich Airtime. Es ist gut ausbalanciert, sein Verhalten stets berechenbar, der Fahrer behält immer die volle Kontrolle. Beim Beschleunigen oder Klettern zeigt sich der Hinterbau tatsächlich effizient, gleichzeitig ermöglicht die gute Sitzposition ein recht effektives Pedalieren. Doch das höhere Gewicht nimmt dem Process einen Tick an Dynamik. Das Fahrwerk ist stimmig kombiniert, beide Federelemente arbeiten harmonisch zusammen, das gilt auch für den 160 Millimeter Federweg der Gabel und die 153 Millimeter des Hinterbaus.
Die Ausstattung ist zwar vergleichsweise günstig. Aber: Es zeigt sich, dass Srams neue GX-Schaltung sehr zuverlässig und knackig schaltet und mit dem 32er Kettenblatt ist die Kurbel für kupiertes Gelände perfekt bestückt. Die Shimano Deore Bremsen funktionieren gut, im Vergleich zur XT sind sie jedoch etwas weniger bissig. Positiv aufgefallen ist uns die neue Kind Shock LEV: Erstmals konnten wir am Kona deren neuen Remote-Hebel ausprobieren. Der sieht unter dem Lenker montiert gut aus und lässt sich wesentlich angenehmer betätigen als die bisherige Variante.
 

Fazit

Das Kona Process 153 ist ein angenehm zu fahrendes Enduro. Es ist vielseitig und vermittelt viel Kontrolle. Dank seiner Komponentenwahl ist es vergleichsweise günstig.

Ich hab’s getestet

„Mir gefällt das klassische Aussehen des Process. Zudem habe ich mich im Sattel auf Anhieb wohl gefühlt. Für mich ein echter Allrounder für alle Gelegenheiten. Generell gefällt mir, dass heute auch günstigere Komponenten sehr gut funktionieren.“

Ferdl Leipold
bikesport Tester

 

Technik Info

Rahmen

Material/Größen: Aluminium / S, M, L, XL
Gewicht (ohne Pedale): 13,91 kg

Federung

Gabel: RockShox Pike RC Solo Air (160 mm)
Dämpfer: Rock Shox Monarch RT (153 mm)

Antrieb & Bremsen

Schaltung: Sram GX 1X11
Schalthebel: Sram GX
Kurbel: Sram GX 1000
Bremsen: Shimano Deore (203/180 mm)

Laufräder
Naben/Laufrad: Novatec/ WTB STP i 29 TCS
Reifen: Maxxis Minion DHF(2,3”)

Parts
Lenker: Kona XC/BC 35 Riser ((780 mm)
Vorbau: Kona XC/BC 35 (45 mm)
Stütze: Kind Shock Lev Integra (150mm)
Sattel:  SE Volt Sport SE 250

Preis
3499,00 EUR

Vertriebsinfo
www.konaworld.com

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Quelle: 

Redaktion bikesport Magazin / Text: Martin Munker / Bilder: Gideon Heede

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