Test & Technik

Trailbikes im Test: Propain Twoface Trail

Schluckspecht

Twoface – zwei Gesichter oder das beste aus zwei Welten. Das Propain bietet ordentlich Federweg und soll die Uphill-Leistungen eines Allmountain mit der Abfahrtsperformance eines Enduro kombinieren. Tatsächlich klettert das Twoface ausgewogen und angenehm. Seine Stärken aber spielt es eindeutig in der Abfahrt aus. Drei  Ausstattungsvarianten bietet Propain an. Das getestete TwoFace Trail markiert die preisliche Mitte. Im „Project Free“ Programm von Propain kann man den Rahmen auch frei konfigurieren und sogar in Wunschfarbe bestellen. Die Silhouette des Bikes mit dem von Propain-Gründer Robert Krauss entwickelten PRO10-Hinterbau fällt auf, der Dämpfer steht direkt über dem Innenlager hinter dem Sitzrohr. Großzügige 145 Millimeter Federweg bietet der Rahmen, am Testrad kombiniert mit einer Pike RCT 3 150 Two Position,  die man in steilen Anstiegen absenken kann. Mit dem Monarch Plus kommt auch der Dämpfer von Rock Shox. Das Fahrwerk ist harmonisch, spricht super fein an und bietet jede Menge Reserven – das Twoface ist ja auch das Bike mit dem nominell größten Federweg im Testfeld. Der Fahrer fühlt sich tatsächlich fast wie auf einem Enduro, denn das Propain liegt sehr satt im Trail und will mit seinen 2,4 Zoll breiten Schlappen mit Nachdruck bewegt werden.

Das Twoface ist ein Trailbike mit super breitem Einsatzbereich.

Stimmig ausgestattet

Nicht nur die Federelemente sind stimmig gewählt, auch die restliche Ausstattung passt zum Charakter des Bikes und lässt ebenfalls sein Abfahrtspotential erkennen. Die Reverb Variostütze ist in der 150mm-Version montiert. Die kurze und breite Lenkeinheit kommt von Sixpack und ist sehr aufgeräumt. Maguras MT 5 ist mit einer 180 mm-Scheibe hinten und einem mächtigen 203  mm-Rotor vorne montiert. Schließlich zeigt die Sram GX Schaltung mit ihren elf Gängen, dass auch sie eine gute Schaltperformance liefert. So kann man es mit dem Twoface in Abfahrten ordentlich krachen lassen und die Fahrt dabei jederzeit sicher kontrollieren. Darüber sollte aber nicht in Vergessenheit geraten, dass sich das Bike wirklich angenehm pedalieren lässt. Es ist kein Bergsprinter, aber klettert gut und angenehm bergauf, so dass auch lange, abwechslungsreiche Touren viel Spaß machen.

Sauber: Der umgedreht eingebaute Dämpfer wird durch ein kleines Schutzblech geschützt.

Kraftpaket: Die Magura MT5 packt kräftig zu und verzögert auch bei langen Abfahrten souverän.
 

Fazit

Das Propain Twoface zeigt tatsächlich zwei Gesichter. Es ist ein prima Allrounder mit sehr großem Abfahrtspotenzial, der sich auch im groben Gelände wohl fühlt.

 

Ich hab's getestet

„Das Twoface ist mehr ein All Mountain- als Trailbike. Ich habe mich damit in jeder Situation sicher gefühlt. Bergab bietet es Fahrspaß pur, je schneller man damit unterwegs ist, desto spritziger wird es. Da es auch prima bergauf geht, würde ich es auch auf große Tour mitnehmen.“

Andreas Rieger,
Redakteur

 

Technik Info

Rahmen

Material/Größen: Aluminium / S, M, L, XL
Gewicht (ohne Pedale): 14,10 kg

Federung

Gabel: Rock Shox Pike RCT3 (150 mm)
Dämpfer: Rock Shox Monarch Plus RC3 (145 mm)

Antrieb & Bremsen

Schaltung: Sram GX 1x11
Schalthebel: Sram GX 1x11
Kurbel: Sram GX1000
Bremsen: Magura MT5 (203/180 mm)

Laufräder

Naben/Laufrad: Propain/Stans ZTR Rapid 30
Reifen: Onza Ibex FRC 650B (2,40”)

Parts

Lenker: Sixpack Millenium (785 mm)
Vorbau: Sixpack Leader 50
Stütze: Rock Shox Reverb Stealth (150 mm)
Sattel: Propain Avio

Preis

Preis: 2799 EUR
www.propain-bikes.com

Große Reserven: Das Propain Two-Face liegt super bergab.

Quelle: 

Text: MARTIN MUNKER I Fotos: GIDEON HEEDE

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