Test & Technik

Im Test: Rocky Mountain Sherpa

Rocky Mountain Sherpa im Test
Das Sherpa ist ein Bike fürs große Abenteuer, aber auch für die lange Trailtour.

Der Abenteurer

Ein Overland Bike nennt Rocky Mountain sein neues Touren-Fully Sherpa. Mit voluminösen Reifen und großer Zuladung soll es auch im schwierigen Gelände Spaß machen – selbst mit viel Gepäck.
Das Sherpa soll sich auf mehrtägigen Abenteuer-Touren wacker schlagen und dabei auch im Trail und schwierigen Gelände viel Potenzial bieten. Auf das Gepäck haben wir bei unseren Testfahrten verzichtet – dafür hatten wir aber im Frühjahr bereits Gelegenheit, das Sherpa sogar auf verschneiten Wegen auszuprobieren. So ist der Eindruck der Testfahrten um einen wichtigen Aspekt ergänzt, denn gerade auf Schnee oder anderen tiefen Böden spielt das Rocky den Vorteil seiner breiten Reifen aus.  27,5+ Reifen von WTB in 2,8 Zoll Breite sind hier montiert. Der Rahmen basiert auf dem bewährten Rocky Element, hat allerdings einen breiteren Hinterbau. Auf den Boost-148-Standard verzichtet Rocky Mountain aber. Die Manitou Magnum Gabel kommt im neuen Boost-110-Standard, um dem breiten Laufrad mehr Raum zu bieten.
Das Sherpa hat eine kompakte Geometrie, man sitzt entspannt, es pedaliert sich angenehm und effektiv. Nicht zuletzt aufgrund seines Tourenhintergrunds ist das Sherpa mit einer 2x10-Schaltung bestückt, entsprechend gut lässt es sich über steile Rampen treten. Unschlagbar ist die Traktion der Plus-Reifen. Gleichzeitig bieten sie guten Komfort und sehr gutes Überrollverhalten. So kann man es mit dem Sherpa über Wurzeln und Steine ordentlich krachen lassen. Werden diese größer, kommen die Federelemente ins Spiel.

Wurzeln, Schotter, Stufen: Das Sherpa kann einstecken – auch mit Zusatzlast.


Abgestimmt auf Gepäck

Die Magnum vorne bietet 120 Millimeter Federweg, der Hinterbau mit seinen 95 Millimetern wird von einem Manitou McLeod gebändigt. Die beiden Federelemente sind an die Bedürfnisse des Sherpa angepasst und können auch problemlos auf ein hohes Gesamtgewicht von Fahrer und Gepäck abgestimmt werden. Der steife Hauptrahmen ist aus Carbon, der Hinterbau aus Aluminium, die Züge sind innenverlegt. Neben der XT-Schaltung kommen auch die Scheibenbremsen von Shimano, auf eine Variostütze verzichtet Rocky Mountain, da das Sherpa ja vorrangig für ausgiebige Touren und Reisen gedacht ist. Wir vermissen sie dennoch, da wir auch Touren-Trails bevorzugen.  Schließlich macht das Rocky auch im täglichen Einsatz jede Menge Spaß, und schnelle Abfahrten dürfen da gern dabei sein.

Dämpfer: Das Losbrechmoment ist auf die Reifen abgestimmt.

 

Dickes Ding: Die Felgen-Reifen-Kombi kommt von WTB.

 

Fazit

Mit dem Sherpa setzt Rocky Mountain das Konzept 27,5+ gelungen um. Ein Bike für lange Touren und Reisen, das Sicherheit und Komfort bietet – und dennoch gut bergab geht.

Ich hab's getestet

Lastenträger Plus

„Mir hat das Sherpa schon auf der Präsentation in den Dolomiten gefallen. Obwohl für lange Touren im Gelände konzipiert, macht der Lastenträger auf Trail-Abfahrten einfach Spaß. Der aktuelle Test hat den ersten Eindruck bestätigt. Nur bergab wünsche ich mir eine Variostütze.“

Thomas Werz,
Chefredakteur Bikesport

 

Technik Info

Rahmen

Material: Carbon
Größen: S, M ,L ,XL

Federung

Gabel: Manitou Magnum (120 mm)
Dämpfer: Manitou McLeod (95 mm)

Antrieb & Bremsen

Schaltung v/h: Shimano Deore (2x10)
Schalthebel: Shimano SLX
Kurbel: Race Face Turbine (38/34T)
Bremsen: Shimano M506 (180/180mm)

Laufräder

Naben: SUNringlé SRC Plus / Boost 110
Felgen: WTB Scraper i45 27.5+ TCS
Reifen: WTB Trailblazer 27.5+ TCS (2,8“)

Parts

Lenker/Vorbau: Race Face Evolve
Stütze: Rocky Mountain XC
Sattel: WTB Volt Race

Geometrie

Radstand: 1110 mm
Kettenstrebenlänge: 445 mm
Oberrohr (eff.): 582 mm
Lenkwinkel/Sitzwinkel (eff.): 69,4°/73°
Reach/Stack: 395 mm/612 mm

Gewicht & Preis

Gewicht (ohne Pedale): 13,79 kg
Preis: 4200 Euro

Vertriebsinfo

www.bikes.com
 

Quelle: 

Text: MARTIN MUNKER I Fotos: GIDEON HEEDE

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