Test & Technik

E-Bike Test: Flyer Uproc6 8.70

E-Bike Test: Flyer Uproc6 8.70
Der „Flyer“-Schriftzug über Akku und Unterrohr integriert den Akku optisch sehr harmonisch in den Rahmen.

Allmountain unter Strom

Wer beim Namen Flyer nur an Touren- und Stadträder denkt, sollte noch einmal in sich gehen, sonst könnte er etwas verpassen. Die Schweizer bieten mit dem Uproc6 nämlich ein rundum gelungenes Allmountainbike mit Bosch Performance CX Motor an.
160 Millimeter Federweg bieten der Hinterbau und die Gabel des Flyer, beide Federelemente kommen von RockShox. Der Monarch Dämpfer und die Pike arbeiten gewohnt harmonisch zusammen. Technischer Clou abseits des Antriebs sind die unterschiedlichen Laufradgrößen: Flyer kombiniert ein 27,5-Zoll-Vorderrad mit einem 26-Zoll-Hinterrad. Das kleine Hinterrad hält den Hinterbau kurz und kompakt, entsprechend agil zeigt sich das Uproc6 im Trail. Gleichzeitig ist es in Abfahrten sehr spurtreu, klettert souverän und bietet in steilen Anstiegen viel Traktion. Auch wenn es bergauf technisch wird, lässt sich das Flyer sehr gut kontrollieren.
Der Rahmen hat eine klassische Silhouette, die Züge sind innenverlegt, die geschickte Platzierung des „Flyer“-Schriftzugs über Akku und Unterrohr integriert den Akku optisch sehr harmonisch. Mit langem Oberrohr und kurzem Vorbau setzt das Flyer auf eine moderne Allmountain-Geometrie. Die Sitzposition ist ausgewogen, das Cockpit angenehm geformt, man fühlt sich auf Anhieb wohl auf dem Bike. Der Fahrer bringt viel Gewicht auf das Vorderrad, zusammen mit dem breiten Lenker sorgt das für eine stets gut kontrollierte Fahrt, zu der auch die Reifen bei den meisten Bodenverhältnissen positiv beitragen.

Das Flyer Uproc hat eine moderne Allmountain-Geometrie. Selbst steilste Antiege klettert es mühelos. Bergab bietet es echtes Bike-Feeling mit Zusatzantrieb.

 

Batterie-Upgrade möglich

Der Bosch-Antrieb besticht mit hohem Drehmoment, jedoch ist die „Eco“-Stufe am Flyer nur in Flachpassagen erste Wahl, sonst will das Bike mit etwas mehr Zusatzenergie versorgt werden. Das Testrad ist mit einer 400-Wh-Batterie bestückt, die genügend Energie für eine ordentliche Runde liefert. Gegen Aufpreis gibt es ein Upgrade (500 Wh). Wer ansonsten Zusatzwünsche hat, kann das Bike im Konfigurator optimieren. Allerdings lässt die Ausstattung des Testrads eigentlich keine Wünsche offen. Die Reifen sind gute Allrounder, das Fahrwerk, wie beschrieben, souverän. Die Bremsen verzögern auf den Punkt und halten auch langen Abfahren sicher Stand. So vermittelt das Uproc6 echtes Mountainbike-Fahrgefühl, erweitert um den Spaßfaktor eines kräftigen Zusatzantriebs.

Ordnung: Trotz der vielen Kabel hat Flyer es geschafft, am Cockpit Ordnung zu halten.

 

Ruhe: Die Kette läuft am Hinterbau frei. Somit gibt es kein Schlagen der Kette.

 

Fazit

Das Flyer ist ein agiles Trailbike mit gelungenem Fahrwerk und rundum überzeugenden Fahreigenschaften. Es klettert souverän, gefällt im Trail und macht in Abfahrten einfach Spaß – sportlich, direkt und effizient.
 

Ich hab's getestet

„Auf dem Uproc6 hab ich mich vom ersten Meter an wohlgefühlt. Ein Spaßbike, das ein klassisches Mountainbike-Feeling vermittelt. Es ist wendig, liegt satt im Trail und klettert wie eine Gämse über steilste Absätze. Die Stealth-Optik macht zudem was her.“

Thomas Werz
bikesport Chefredakteur

 

Technik Info

Rahmen

Material/Größen: Aluminium / S, M, L
Gewicht (ohne Pedale): 21,73 kg

Federung

Gabel: RockShox Pike (160 mm)
Dämpfer: RockShox Monarch (160 mm)

E-Antrieb

Hersteller, Modell: Bosch, Performance CX
Nenndauerleistung: 250 W
Drehmoment: 75 Nm
Akku: Bosch Power Pack 400 Wh (500 Wh optional)
Fahrstufen: Eco, Tour, Sport, Turbo

Antrieb & Bremsen

Schaltung v/h: Shimano Deore XT, 11-Fach
Schalthebel: Shimano Deore XT
Kurbel: FSA CK-745
Bremsen: Shimano XT (203/180 mm)

Laufräder

Naben/Laufrad: DT-Laufräder EX1501
Reifen v/h: Schwalbe H. Dampf 27.5/26 (2.35”)

Parts

Lenker: Flyer, 760 mm
Vorbau: FRT, 65 mm
Stütze: RockShox Reverb Stealth (125 mm)
Sattel: Ergon SM30Evo

Preis

Preis: 6199,00 EUR
www.flyer-bikes.com

Quelle: 

Text: MARTIN MUNKER I Fotos: RALF GLASER

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