Test & Technik

Allmountains im Test: Stevens Whaka ES 27,5‘‘

Vortriebsstarker Tourer

Size Split nennt Stevens seine Philosophie, das Whaka ES in kleinen Rahmenhöhen mit 27,5-Zoll-Laufrädern, in großen als Twenty-Niner anzubieten. Bei 18 und 20 Zoll  Rahmenhöhe kann der Kunde zwischen Laufruhe und optimierten Überrolleigenschaften des Twenty-Niners oder der Agilität der etwas kleineren Laufräder entscheiden. Wir haben für das Testrad die zweite Variante gewählt. Und tatsächlich ist das Whaka ES in dieser Version sehr gut zu handhaben, klettert gut und ist auch sehr leicht auf  das Hinterrad zu ziehen. Kurzum: Es lädt zum Spielen ein. Die kurzen Kettenstreben tragen viel zu dieser Performance bei. Der Fahrer sitzt entspannt und recht aufrecht auf dem kurzen Bike. Durch die hohe Front bringt man etwas wenig Druck auf das Vorderrad. In steilen Ansteigen neigt das Bike dazu, vorne leicht zu werden, das Vorderrad will daher mit Nachdruck am Boden gehalten werden. Im Trail sowie in Abfahrten würde ein tieferes Cockpit für ein noch besseres Fahrgefühl sorgen. Denn an sich liegt das Whaka ruhig im Trail und gefällt mit einem harmonischen Fahrwerk. 150 Millimeter Federweg bieten der gut funktionierende Hinterbau und die Gabel, die gut mit dem Dämpfer  zusammenarbeitet – beide kommen von Fox.

An sich liegt das Whaka ES dank seines Fahrwerks mit 150 Millimeter Federweg gut im Trail. Ein tieferes Cockpit würde das gute Fahrgefühl noch steigern.


Schöne Details

Viele kleine Details am Stevens wissen zu gefallen. Dazu zählen etwa die saubere Verarbeitung des Rahmens, die innen liegenden Züge oder auch der Shimano Side Swing Umwerfer. Nicht zum ersten Mal loben wir die noch recht neue Art der Anlenkung, die ein deutlich besseres Schaltgefühl bietet als die alte Ansteuerung. Dank zweier  Kettenblätter vorn verfügt das Whaka ES 27,5 damit über eine große Übersetzungsbandbreite. Die Shimano XT mit XTR Schaltwerk verrichtet ihren Dienst, die Bremsen tragen ebenfalls den Schriftzug XT. Mit 203-Millimeter-Scheibe vorne sind sie bestens für alle Aufgaben gerüstet. Die Kind Shock Variostütze hat ausreichende 100 Millimeter Hub, das Whaka bietet an sich nämlich schon große Beinfreiheit. An der Front kombiniert das Bike einen gemäßigt langen Vorbau mit einem etwas schmalen Lenker, optisch wirkt das Cockpit aber sehr aufgeräumt.

Swing: Die neue Anlenkung des XT Umwerfers funktioniert tadellos.

Sauber: Die Auslässe der innen verlegten Züge sind geschraubt und hochwertig.

 

Fazit

Das Stevens Whaka ES 27,5 ist ein schöner Allrounder mit gelungen zusammengestellter Ausstattung. Das Fahrwerk überzeugt, gewöhnungsbedürftig ist die hohe Front.

Ich hab's getestet

„Für mich ist das Stevens Whaka ES ein gutes Allmountain mit sehr gutem Fahrwerk. Ich würde mir einen breiteren Lenker montieren und das Cockpit tiefer legen. Das sichere  Fahrgefühl hat mir ebenso gefallen wie die Vortriebsstärke des Bikes.“

Tom Burggraf,
Praktikant

 

Technik Info

Rahmen

Material/Größen: Aluminium / 16, 18, 20‘‘
Gewicht (ohne Pedale): 13,3 kg

Federung

Gabel: Fox 34 Float Performance (150 mm)
Dämpfer: Fox Float DPS Performance (150 mm)

Antrieb & Bremsen

Schaltung v/h: Shimano Deore XT/Shimano XTR
Schalthebel: Shimano Deore XT
Kurbel: Shimano Deore XT
Bremsen: Shimano Deore XT (203/180 mm)

Laufräder

Naben/Laufrad: DT Swiss M 1700 Spline
Reifen: Schwalbe Nobby Nic (2.35”)

Parts

Lenker: Oxygen Scorpo Rise 740 mm
Vorbau: Oxygen Scorpo MTB
Stütze: Kind Shock CRUXi (100 mm)
Sattel: Oxygen Roccia

Preis

Preis: 3499,00 EUR
www.stevensbikes.de

Quelle: 

Text: MARTIN MUNKER I Fotos: GIDEON HEEDE

News: 

In News anzeigen