Test & Technik

Im bikesport-Test: Bike-Navi Mio 505 - Mio mein Mio

Mio 505

Gewicht: 130 g
Maße: L: 10,5 cm, B: 6,0 cm, T: 2,0 cm
Karte: Open Street Maps + Tele Atlas
Preis: ab 399,99 Euro
Vertrieb/Infos: eu.mio.com

Der erste Eindruck
Mio hat den 505 gegenüber dem Vorgänger schrumpfen lassen, ohne dass sich die Maße des Displays geändert haben: sehr gut. Im Vergleich ist der 505 nur einen Ticken größer als das Modell des Marktführers Garmin. Dafür ist der Einstieg in das Gerät genial einfach und extrem benutzerfreundlich. Die großen Icons sind selbsterklärend, die Navigation durch das Gerät ist spielerisch. Auf die Bedienungsanleitung können Sie getrost verzichten. Volle Punktzahl.

Die Routenplanung
Fahrziele können auf dem Gerät zum Beispiel ganz einfach mit dem Finger auf der Landkarte des Mio angetippt werden. Das Mio sucht die MTB-freundlichste Route. Eine richtig schöne Sache bei der Tourenplanung am Gerät ist die „Surprise“-Funktion: Sie wählen ein Fahrziel aus, geben die gewünschte Distanz bis zum Ziel ein, und Mio schlägt Ihnen drei Strecken vor, die Sie alle zum Ziel führen. Echte Routenplanung findet aber am Computer statt. Mio hat hier eine eigene Software, deren Download im Preis inbegriffen ist. Die Planung der Routen verläuft so ähnlich, wie Sie das unter Umständen von „Google Maps“ kennen: Wegpunkte setzen, die Strecken verbinden sich dann automatisch. Zum Speichern der online geplanten Tour drücken Sie aktuell übrigens noch den Button „Sparen“, was einer falschen Übersetzung geschuldet ist. Im Anschluss spielen Sie die Tour auf ihren Mio.

Die Fahrt
Folgen Sie der blauen Line, dann kommen Sie sicher ans Ziel oder wieder zurück nach Hause. Die Darstellung der Route ist sehr gut in die Karte integriert, der Zoom lässt sich beliebig vergrößern oder verkleinern. Wenn Sie eine Ortschaft durchfahren, zoomt das Mio automatisch in einen detaillierten Modus. Richtungswechsel werden über einen Signalton angekündigt, im Trainingsmodus kann man sich die Distanz zur jeweils nächsten Abbiegung auch aufs Display holen. Wer die Anzeige der Trainingsfunktionen aber lieber nur mit Geschwindigkeit, Distanz oder Pulswerten füttern möchte, für den wechselt das Mio rund 250 Meter vor der nächsten Abbiegung automatisch in die Darstellung der Strecke. Insgesamt können Sie von der Geschwindigkeit bis zur durchschnittlichen Herzfrequenz aus 57 (!) Informationen wählen, die sich auf maximal acht Feldern abbilden lassen.

In weiteren Darstellungen zeigt Ihnen Mio das Höhenprofil oder kündigt Ihnen an, wie weit es noch bis zum nächsten Berg ist – und wie steil dieser im Durchschnitt sein wird. Alles in allem hat der Hersteller echt an alles gedacht. Auch der Touchscreen funktioniert erstklassig.

Die Auswertung
Die Auswertung erfolgt am Gerät oder online. Am 505 lassen sich alle Trainingsfunktionen, Höhen- und Geschwindigkeitsprofil und die gefahrene Tour in einer Karte abbilden. Die drei letztgenannten lassen auch Detailuntersuchungen zu. Online stehen Ihnen (nach Übertragung) die Trainingsfunktionen in reduzierter Form zur Verfügung. Höhen- und Geschwindigkeitsinformationen werden abgebildet.

Das Fazit
Der Mio 505 spielt optisch, haptisch und inhaltlich auf ganz hohem Niveau. Unsere Wünsche wurden voll erfüllt. Im Vergleich zu den Mitbewerbern im Test hat VDO mit dem etwas angestaubten GP7 einen schweren Stand, Marktführer Garmin darf sich über belebende Konkurrenz freuen.