Test & Technik

Bike-Navi Garmin Oregon

Übersichtlich: Die Karten sind detailliert und lassen einen nicht im Stich.
Bike-Navi Garmin Oregon 600

Im Bikesport-Test: Bike-Navi Garmin Oregon - Mr. Outdoor

 

• Gewicht: 212 g

• Maße: L: 11,4 , B: 6,1 cm, T: 3,3 cm
• Karte: integriert nur Garmin World Map
• Preis: 379,- € ohne Karten
• Vertrieb/Infos: www.garmin.com

Der erste Eindruck

Das Bike-Navi Garmin Oregon 600 ist ein robuster Begleiter, dem an ansieht, dass er einen auch bei extremen Outdoo-Touren nicht im Stich lässt. Wandern, Bergsteigen, Gleitschirmfliegen, Geocaching – das Oregon ist ein Outdoor-Tausendsassa und bietet viel mehr Funktionen als Bike-Navigation. So braucht man allerdings ein bisschen länger, um sein persönliches Setup zu finden. Wer allerdings vorher schon einmal mit einem Garmin-Gerät gearbeitet hat, wird sich schnell zurechtfinden.

Allerdings sollte man sich schon bevor man aufs Bike steigt ausführlich mit Gerät und Anleitung auseinandersetzen, ansonsten erfordert die Bedienung zu viel Aufmerksamkeit. Gut gefällt uns das drei Zoll große Touchscreen-Display. Das Oregon 600 kommt für 379 Euro mit weltweiter Basiskarte, USB-Ladekabel und Befestigungs-Karabiner. Die Aufrüstung des Oregon zum Trainingscomputer mit Trittfrequenzsensor (42,99 Euro), Herzfrequenzmesser (ab 49,99 Euro) und Fahrradhalterung (11,99 Euro) ist dann doch noch einmal gut 100 Euro teurer. Das sehr hochwertige Kartenmaterial von Garmin schlägt dann noch einmal mit 129 Euro für die Topo Deutschland V6 Pro und 199 Euro für die Transalpin-Karte zu Buche. Wenn man ins Gelände will, kommt man an dieser Anschaffnung nicht vorbei.

Die Routenplanung

Auch beim Garmin erfolgt die Routenplanung am Rechner. Mit dem Programm BaseCamp lassen sich problemlos die aufgezeichneten Tracks verwalten, in Routen umwandeln, Wegmarken setzen und vor allem ganze Touren vorplanen. Uns gefällt vor allem die Option „Active Routing“. Hier kann man sich je nach persönlichen Vorlieben leiten lassen. Beim Profil Mountainbiken werden dann auch kleinere und steilere Wege mit in die Routenplanung aufgenommen. TransAlpin Pro bietet so rund 36.000 Kilometer Mountainbike-Wege und 13 Transalp-Touren. Wer es individueller mag, kann diese um die ein oder andere Singletrail-Abfahrt erweitern.

Die Fahrt

Eines vorneweg: Wir haben das Oregon 600 als Outdoor-GPS und nicht als Trainingscomputer getestet. Bevor man in anspruchsvolleres Gelände abbiegt, sollte man auf keinen Fall vergessen, auf Dauerbeleuchtung zu stellen, sonst schaltet das Display ab. Dank der möglichen Kombination aus GPS- und GLONASS-Satelliten, ist der Empfang auch im dichtesten Wald gewährleistet. Dann folgt der blaue Pfeil der aufgerufenen Route. Alarmtöne warnen vor der nächsten Abzweigung. Gut gefällt uns, dass das Display auch bei Sonne gut lesbar ist und dass sich der Touchscreen auch mit Handschuhen bedienen lässt. Ohne Probleme lässt sich in der Kartenansicht zoomen. Allerdings ist die 3D-Kartenansicht eher eine Spielerei. Zudem machen sich die 212 Gramm am Lenker bemerkbar. Auch zum Schutz des Geräts würde es uns besser gefallen, wenn man es auf dem Oberrohr montieren könnte, mit der Standard-Radhalterung ist das jedoch nicht möglich.

Die Auswertung

Geschwindigkeit, Höhenprofil und Fitnessparameter kann man während der Fahrt abrufen. Zur späteren Auswertung lassen sich die mitgetrackten Strecken am Rechner problemlos bearbeiten und punktgenau sämtliche Trainingsdaten auswerten.

Das Fazit
Wasserdicht und robust ist das Oregon ein Begleiter für jedes Abenteuer. Die Qualität der Karten ist bei Garmin sehr gut, was sich auch im Preis niederschlägt. Dafür bekommt man aber ein Gerät, dass man für viel mehr nutzen kann als nur Mountainbiken.