Test & Technik

Im bikesport-Test: Bike-Navi Falk Pantera 32+ - Trainingspartner

Gewicht: 136 g
Maße: L: 12 cm, B: 6,2 cm, T: 1,5 cm
Karte: MTB-Karte Open Street Map
Preis: ab 329,95 Euro
Vertrieb/Infos: www.falk-outdoor.com

Der erste Eindruck
Der Pantera 32 ist das jüngste Mitglied der Falk-Familie und das optisch gelungenste. Auf dem Lenker oder Vorbau wirkt er elegant wie ein Smartphone. Gelände- und regentauglich ist er, allerdings nicht so ultrarobust wie der wuchtige Falk Lux, den die Schwaben als ihr Lieblingsgerät für Mountainbiker anpreisen. Das Touchscreen des Pantera ist mit 2,8 Zoll weder zu groß noch zu klein, und große Icons erleichtern die Bedienung mit Handschuhen. Als sportlich orientiertes Gerät wird der Pantera 32+ für 429,95 Euro mit mehreren ANT+Sensoren geliefert (ohne kostet das Gerät hundert Euro weniger). Ein Brustgurt misst die Herzfrequenz, zwei weitere Sensoren am Hinterbau messen die Umdrehungen der Kurbel und des Hinterrades und geben so Auskunft über Geschwindigkeit und Kadenz. Die Montage von Gerät und Sensoren gelingt rasch per Kabelbinder. Ein Tipp: Den Magneten für die Kurbel befestigt man am besten mit einer zusätzlichen Klebe-Hilfe, da er sonst leicht verrutscht.

Die Routenplanung
Das Pantera bietet vielfältige Möglichkeiten. Mit der Software Falk Navi-Manager kann man auch Tracks von Fremdanbietern wie GPSsies.com auf das Gerät laden, diese ist aber leider nur auf PCs und nicht auf Macs installierbar. Über das Gerät selbst sind natürlich die normale Adress- und Zieleingabe möglich, und auch zig Sonderziele sind gespeichert, zum Teil mit Fotos. Zudem lassen sich bevorzugte Wegearten eingeben, wie Wanderwege und Pfade. Die Option „Straßenverkehr meiden“ ist auch möglich, wo es die Wegestruktur zulässt. Man hat bei der Routenwahl auch die Möglichkeit, aus drei Optionen die zu wählen, die den höchsten Pfad-Anteil verspricht. Wenn man zusätzlich „Fahrradwege meiden“ eingibt, kommt der höchste Pfadanteil zustande.

Die Fahrt
Bevor es losgehen kann, wollen noch ein paar Einstellungen vorgenommen werden, wie die Auswahl der vorinstallierten Basiskarte Plus zum Fahren „hauptsächlich Off-Road“. Diese Karte basiert auf der Open Street Map und kennt Straßen, Rad-, Schotter-, Wanderwege größtenteils zuverlässig und auch viele Pfade. Für trailorientiertes Biken empfielt sich wie auch bei den meisten Konkurrenten dennoch das Laden externer Tracks. Was gut ist: Dank der iGPX-Funktion navigiert das Pantera auch dann gut, wenn die interne Karte den Weg überhaupt nicht kennt. Richtungsänderungen werden mit einem klar wahrnehmbaren Piepton rechtzeitig angekündigt, und die Darstellung auf dem Bildschirm ist gut strukturiert und auch bei hellem Licht bestens erkennbar (Karte in 2D und 3D möglich). Der Wechsel zwischen den Screens gelingt einfach durch seitliches Wischen. Falk nennt das „Multiflow“-Menü. Eine tolle Funktion ist die Planung von Rundkursen durch das Gerät, wenn man kein eigentliches Ziel hat, sondern nur z. B. zwei Stunden fahren will. Auch hier kann man sich vorab die pfad-lastigste Option aussuchen.

Die Auswertung
Das Pantera bietet per Knopfdruck die Aufzeichnung eines gefahrenen Tracks sowie das Monitoring aller Trainingsdaten: Geschwindigkeit, Puls, Trittfrequenz. Auch ein live ständig angepasstes Höhenprofil kann man auf einem Screen unterwegs einsehen. Die Auswertung der Trainingsdaten erfolgt über die PC-Software von Falk.

Das Fazit
Der Pantera ist ein top Navi für sportlich ambitionierte Fahrer, weniger für Extrem-Biker. Für die Trainingsauswertung ist es optimal – perfekt für die Nutzung kombiniert mit dem Rennrad. Die Software bleibt leider auf PCs beschränkt.