Wettkampf



Sabine Spitz im Interview zum UCI Weltcup Albstadt

Sabine Spitz, UCI Mountainbike Weltcup Albstadt. Foto: Ralf Schäuble
Sabine Spitz will beim UCI Mountainbike Weltcup Albstadt in die Top 10

„Die Leichtgewichte sind im Vorteil“

Der UCI Mountain Bike Weltcup in Albstadt vom 20. bis 22. Mai 2016 entscheidet für die Cross Country Elite auch über eine Teilnahme bei den Olympischen Spielen in Rio. Sabine Spitz holte bei der EM im schwedischen Jonköping die Bronzemedaille, und hat damit gezeigt, dass sie nach wie vor ganz vorne mitfährt. Auch wenn die Albstädter Strecke nicht unbedingt zu ihren Lieblingen gehört, sieht sie dem Rennen optimistisch entgegen.

Mit welchen Erwartungen gehst du nach Albstadt?
Sabine Spitz: Das Streckenprofil in Albstadt ist ja nicht so ganz auf meine Qualitäten zugeschnitten, da sind die Kletterspezialistinnen im Vorteil. Aber das Ziel ist es auf jeden Fall, unter die Top 10 zu fahren oder vielleicht sogar noch etwas mehr, wenn die Tagesform stimmt. Die EM Medaille vor zwei Wochen gibt mir da auf jeden Fall Rückenwind. Das Anforderungsprofil dort war dem von Albstadt ganz ähnlich. 

Was ist das Besondere an Albstadt?
Sabine Spitz: Die extrem steilen Anstiege und die vielen Höhenmeter auf der relativ kurzen Runde. Das ist einer der schwierigsten und anspruchsvollsten Kurse überhaupt im internationalen Mountainbike-Sport. Wir sind letztes Jahr sieben Runden gefahren mit je 180 Höhenmetern, also in Summe knapp 1400 Höhenmetern in anderthalb Stunden und das hoch und runter, das sagt schon einiges. Bei so vielen Höhenmetern sind die Leichtgewichte eindeutig im Vorteil.

Sabine Spitz in Aktion. Foto: Armin Küstenbrück
 

Wie schätzt du die heimische Konkurrenz ein?
Sabine Spitz: Das ist natürlich für alle Deutschen ein Saisonhöhepunkt, so dass sich alle sehr gut darauf vorbereitet haben. Insofern schätze ich auch die heimische Konkurrenz sehr stark ein. Aber letztlich ist entscheidend, wie man sich im internationalen Konkurrenzumfeld behauptet. Wenn da mehrere Deutsche vorne mit dabei sind umso besser. 

Inwiefern hilft deine Rennerfahrung mit dem Leistungsdruck umzugehen?
Sabine Spitz: Eigentlich habe ich schon immer sehr gut geschafft mit Leistungsdruck umzugehen. Schon bei meinen ersten Olympischen Spielen in Sydney war das eigentlich kein Problem. Das ist und war sicher schon immer eine Stärke von mir. Und die Erfahrung über die vielen Jahre hilft da natürlich zusätzlich. 

Fahren die Olympischen Spiele im Hinterkopf mit?
Sabine Spitz: Ja die fahren eigentlich seit dem ersten Trainingstag mit und sind für mich die Motivation, dieses Jahr nochmals Vollgas zu geben. Es ist jetzt aber nicht so, dass ich am Start stehe und an Rio denke. Jedes Rennen für sich braucht die volle Konzentration und hat für sich genommen seine Bedeutung, auch wenn das große Saisonziel natürlich die Olympischen Spiele sind. 

Red Bull TV überträgt die Rennen in Albstadt am Sonntag, den 22. Mai live. Der Broadcast der Frauen startet um 11.00 Uhr, bei den Männern geht es um 14.00 Uhr los. 

 

 

Quelle: 

rasolution, Redaktion bikesport

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