Reise

Postbus Abenteuer Andermatt mit GPS-Tracks

Zwei Tage, sechs Pässe, halbe Anstrengung – die perfekte Glücksformel für Mountainbiker. Im Gotthardgebiet verhilft ein bestens ausgebautes Netz aus Buslinien Mountainbikern zum ultimativen Trailerlebnis.

Kann nur bergab fahren wirklich Mountainbiken sein? Freeride boomt, doch an dieser Frage scheiden sich immer noch die Geister. Für viele Sportler gibt es nur einen richtigen Weg nach oben: aus eigener Kraft. Alles andere wäre nur der halbe Erfolg, der halbe Ruhm. Wer sich die Hälfte der Anstrengung spart, hat sich die Abfahrt nicht wirklich verdient. „Aber warum eigentlich?“, fragt sich die Bergab-Fraktion nicht ohne Grund. Genau wie der Berg, den man besteigen möchte, eben schon da ist, kann man doch genauso gut ein vorhandenes Busnetz nutzen, um mit dem Mountainbike die Trailvielfalt eines Gebietes in vollen Zügen zu genießen. Das macht Spaß und tut niemandem weh. Oder?

Genau das wollen wir heute ausprobieren. Wir haben uns eine Mountainbike-Tour vorgenommen, die von Andermatt aus in einer weiten Schleife über Gotthard-, Nufenen- und Furkapass wieder nach Andermatt zurückführt. Das klingt wie eine tolle Rennradtour, soll sich aber nach unserem Plan weitgehend auf Singletrails abspielen. Damit die Angelegenheit nicht zum Alpencross ausartet, nutzen wir jede Gelegenheit, um per Postbus Höhenmeter einzusparen. Wenn’s klappt, steht morgen die zweite Etappe unseres Postbus-Abenteuers an. Im Nordwesten von Andermatt wartet eine weitere Schleife im Uhrzeigersinn über Furka- und Grimselpass nach Meiringen, und dann über den Sustenpass wieder ins Quartier zurück. Na dann mal trocken über die Schulter gespuckt. Toi, toi, toi!

 

Mehr Infos in der aktuellen Ausgabe der bikesport unter http://www.bikesportnews.de/aktuelle-ausgabe