Wettkampf



Stefan Kogler und Andrea Huser gewinnen Extremdistanz

Sieger Kogler im Ziel
Sieger Kogler im Ziel

Für Stevens-Racer Stefan Danowski, der gerne zum zweiten Mal dieses knallharte Prestigerennen in Bad Goisern gewonnen hätte, reichte es am Ende nicht ganz. Er wurde aber beeindruckender Zweiter mit knapp zwölf Minuten Abstand. Sensationell gut schlug sich auch Jörg Hüter vom Kurbelix-Team, der zehneinhalb Minuten hinter seinem Freund Dano das Ziel als Dritter erreichte. Mit dem Bayern Thomas Lauterbauch vom Ghost-Team landete noch ein weiterer deutscher Fahrer in den Top-Ten: Er belegte den neunten Platz.

»Stehend k.o.« war ein nicht ganz fitter Gerrit Glomser (Volksbank Salzburg), als er als Vierter die Ziellinie in Bad Goisern überquerte. Trotz Zirbenschnapsdoping und dem wie immer einmaligen Salzkammergut Publikum gelang es dem als Favorit gehandelten Österreicher nicht, mit den Besten mitzuhalten. Er verlor nochmals fast sieben Minuten auf Hüter.

Der Beste aber kommt, nach einem Jahr Pause (Vordernderfler 2005), wieder aus dem Salzkammergut. Überraschend auch für Wolfgang Fasching, der aufgrund einer Handverletzung nicht starten konnte, verwies Stefan Kogler aus St. Gilgen (rad-angerer.at) seine Konkurrenten Stefan Danowski und Jörg Hüter mit einer Zeit von 10:15:40 auf die Plätze. »Wenn schon die lange Distanz – dann Vollgas« sagte der strahlende Sieger noch gestern bei der Fahrerpräsentation, und von der Ernsthaftigkeit seine Aussage konnte man sich schon ab der ersten Steigung überzeugen. Vorjahressieger Willi Vorderderfler musste, auf Platz zwei liegend, den schwierigen Abfahrten Tribut zollen und beendete bereits nach 110 Kilometern vorzeitig das Rennen.

2002 wurde Andrea Huser (SUI) schon Europameisterin in Bad Goisern. Heuer legte sie noch 100 Kilometer dazu und fuhr nach nicht einmal 13 Stunden als erste Dame über die Ziellinie. Die Vorjahressiegerin Anita Waiss belegte den 2. Rang.
Bei den Damen holte sich Andrea Huser einen zweiten großen Sieg in Bad Goisern. Zuvor war sie im Jahr 2002 schon an Ort und Stelle die erste Marathon-Europameisterin der MTB-Geschichte geworden und hatte damals gegen Gunn-Rita Dahle gewonnen. Huser hatte sich Ende 2004 eigentlich aus der Szene verabschiedet, jetzt scheint sie aber doch wieder diese Herausforderung zu suchen. Heuer legte sie noch 100 Kilometer dazu und fuhr nach nicht einmal 13 Stunden als erste Dame über die Ziellinie. Die Vorjahressiegerin Anita Waiss (AUT) belegte den zweiten Rang vor Sibylle Riesen (SUI).