Wettkampf



Giger und Neff gewinnen Cyprus Sunshine Cup

Gesamtsieger des Cyprus Sunshine Cups 2014
Der Schweizer Fabian Giger vom Giant Pro XC Team

Das abschließende Cross-Country-Rennen am Mantra tou Kampiou Picknick-Platz war beeinflusst von der Gesamtwertung. Fabian Giger versuchte seine Führung zu verteidigen. „Die Etappe heute war nicht so wichtig. Ich habe mich an Ondrej Cink orientiert und versucht ihn zu halten“, erklärte Giger sein Verhalten in der siebenköpfigen Spitzengruppe.

Cink (Multivan-Merida) griff zu Beginn an, wurde jedoch wieder eingeholt. „Ich habe dabei wohl ein bisschen zu viel Kraft verbraucht und ein paar Runden gebraucht, bis ich mich davon erholt habe“, bekannte Cink. Unterdessen beschleunigte sein Landsmann Jan Skarnitzl in der dritten von fünf Runden (per 5,7km plus Startloop of 4km) und entkam.

„Ich bin gewohnt im Wind zu trainieren. Vielleicht war das ein Vorteil, als ich alleine vorne war. Ich war ein bisschen angefressen die letzten Tage weil mein Bike immer noch am Flughafen in Wien feststeckt. Und auch wegen der beiden letzten Tage mit den technischen Problemen. Deshalb bin ich froh, dass meine gute Form jetzt in einem Resultat niedergeschlagen hat“,sagte Skarnitzl nach dem Rennen.

Gelbes Trikot fest in Gefahr
Die Lücke zu den Verfolgern wuchs. „Am Ende ist mein Gelbes Trikot durch Skarnitzl beinahe noch in Gefahr geraten. Er war wirklich sehr, sehr stark. Letztlich haben wir es geschafft und ich bin sehr glücklich meinen Vorjahressieg wiederholt zu haben. Mein Ziel in diesem starken Feld war das Podium, dass ich jetzt gewonnen habe, ist perfekt“, erklärte Fabian Giger, der Unterstützung von seinem Teamkollegen Emil Lindgren hatte.

Überraschenderweise war es Ondrej Cink, der seine Kraft wiederfand. „Ich habe an der Feed-Zone eine Cola genommen und dann ging es wieder“, erzählte Cink. Er schloss zur Verfolgergruppe auf und griff Ende der vorletzten Runde an. Mit einer starken Schlussrunde holte er sich mit genau einer Minute Rückstand auf Skarnitzl den zweiten Platz. „Natürlich bin ich glücklich mit meinem zweiten Platz in der Gesamtwertung. Ich denke, meine Form ist gut“, meinte Cink.

Landsmann Skarnitzl konnte durch seinen Tagessieg von sechsten auf den zweiten Platz nach vorne fahren. Er überholte dabei Marco Fontana (Ita, Cannondale Factory Racing), Florian Vogel (Sui, Scott-Odlo) und Julian Schelb (Ger, Multivan-Merida). Der 21-Jährige Münstertäler konnte an diesem Tag das Tempo der Topfahrer nicht mitgehen und kam als Siebter ins Ziel. „Ich war heute schon müde. Schade, dass ich heute nicht mehr mit Vogel und Fontana mithalten konnte, aber insgesamt bin ich sehr zufrieden“, meinte Schelb.

Florian Vogel verlor seinen dritten Platz und war am Ende Gesamtvierter. Trotzdem zeigte sich Vogel sehr angetan von seinem ersten Auftritt beim Afxentia Etappenrennen. „Ich muss sagen, das waren vier schöne Tage. Die Etappen waren nicht zu lang, so dass man sich nicht kaputt gefahren hat. Ich mag das Konzept und die Strecken mit den Trails haben Spaß gemacht. Man hat hier einen guten Job gemacht“, so Vogel. Auch mit seiner persönlichen Performance war er zufrieden. „Ich denke, ich bin auf einem guten Weg.“ Vogel wurde Tagesfünfter.

 

Annika Langvad im Race-Modus
Nach der Startloop von vier Kilometern und der ersten halben kompletten Runde, übernahm Annika Langvad von die Führung von Adelheid Morath, während Jolanda Neff ihr folgte. Die Dänin und die Schweizerin ließen den Rest des Feldes hinter sich. In der zweiten Runde bemerkte Annika Langvad, dass Jolanda Neff etwas Schwierigkeiten hatte ihr zu folgen. „Ich hatte nicht das Gefühl am Limit zu sein und beschloss meinen Rhythmus weiter zu fahren“,sagte Langvad wie sie ihr Solo zum Etappensieg startete.

„Ich konnte heute in meinen Race-Modus umschalten. Schon heute morgen haben ich das Gefühl gehabt, dass es heute gehen könnte. Beim Warm-Up war ich erst einmal in Zweifel, aber nach einer halben Stunde Spinning, kam das Gefühl zurück“, erklärte Langvad mit einem Lachen. „Ich bin sehr glücklich beim Afxentia diesen Abschluss zu haben.“

Adelheid Morath (Sabine Spitz-Haibike) konnte das Tempo der Spitze nicht halten. „Ich habe heute sofort gemerkt, dass es nicht so gut sein würde wie die letzte Tage. Deshalb habe ich versucht sicher zu fahren, körperlich wie fahrtechnisch. Ich bin sehr froh über meinen dritten Platz in der Gesamtwertung“, sagte Morath, nachdem sie als Siebte die Ziellinie erreicht hatte.

Spitz Vierte, Dahle-Flesjaa auf Fünf
Sabine Spitz (Ger, Haibike) wurde den dritten Tag in Folge Vierte. „Es scheint, ich bin auf die Holz-Medaille abonniert“, nahm sie es aber gelassen, „Ich bin aber trotzdem sehr zufrieden mit meiner Form, vor allem im Vergleich mit dem letzten Jahr“, erklärte Spitz. Die neunfache Weltmeisterin Gunn-Rita Dahle-Flesjaa (Nor, Multivan-Merida) wurde Fünfte. „Hey, heute war ich richtig im Rennen. Ich konnte mit den anderen kämpfen“, lachte sie. „Ich habe mich nicht wirklich gut gefühlt, aber insgesamt ging es diese vier Tage besser, als ich erwartet habe. Die Kraft ist da“, erklärte die Olympische Goldmedaillengewinnerin von 2004.

„Unter dem Strich sind wir sehr zufrieden mit den vier Tagen und dem neuen Konzept des Afxentia. Speziell sind wir den Gemeinden in Lefkara und Lythrodontas und der Cyprus Tourism Organisation dankbar, die uns sehr unterstützt haben. Wir hatten das beste Starterfeld aller Zeiten und wir hatten Fahrer aus 27 verschiedenen Nationen. Das ist ein großer Erfolg“, bilanzierte Organisator Mike Hadjioannou.

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