Wettkampf



Trans Provence Tag 6

Mavic Trans Provence
Geschafft: Endlich am Meer in Menton

Tag 6 Sospel – Menton

40,3 Kilometer, 1641 hm bergauf, 2731 hm bergab

Das Ende, der letzte Tag, die finalen vier Stages, die letzten drei Anstiege. Knirschende Bikes und knirschende Gelenke. Einige Teilnehmer sind müder als sie es jemals zuvor gewesen sind. Andere finden ihren Tritt und fühlen sich fit und wieder andere wissen immer noch nicht genau, was ihnen tatsächlich wiederfahren ist. Aber das alles ist nun egal. Es ist der letzte Tag der sechsten Mavic Trans Provence und abhängig davon, aus welcher Perspektive man es betrachtet, gibt es 75 Gewinner – oder eben nur zwei. Es geht hier nicht um Political Corectness: es sind wirklich 75 Gewinner, 75 Teilnehmer, die stolz auf sich sein können. Weil jeder, der sich durch die sechs Tage und 24 Stages geschleppt hat, ein Sieger ist – auch wenn nur für sich persönlich.

Tag 6 der Mavic Trans Provence: von den Alpen bis zum Meer

Denn für die meisten Teilnehmer war die Woche so, wie es sie sich vorgestellt haben: Sie hatten sich einen Traum verwirklicht und persönliche Siege erlebt. Sei es die beliebige Nummer im Ranking, die sie sich im Voraus vorgenommen hatten oder ein akzeptables Ergebnis am Ende mitten unter den Fahrern, die als Schnellste der Welt gehandelt werden. Einige andere sind natürlich schmerzlich enttäuscht: ihr Fitnesslevel reichte nicht, um die Trails zu zähmen. Andere wurden von unbekannten Spitzkehren-Techniken überrascht, die bisher tief in ihnen geschlummert hatten. So konnten sie sich zwar auf einigen Stages sich selbst übertrumpfen, fanden aber doch an jedem Berg ihren Meister.

Denn natürlich ist es ein richtiges Rennen – mit Fahrern, die (von Zwischenfällen verschont) garantiert unter die ersten Zehn oder Fünf fahren. Favoriten, bei denen alles super weich aussieht, die schneller fahren, die andere Linie wählen und denn man gern zusieht. Diese Top-Ten Fahrer gewannen auf den gleichen Stages, die alle anderen Mitstreiter auch gefahren sind. Die ganz normalen Leute, mit Jobs, die ihre Trainingszeiten bestimmen, die mit Familien. Leute mit einer festen Anzahl an Urlaubstagen, die sich dafür entschieden haben, diese bei der Trans Provence zu verbringen – eine einmalige Gelegenheit für sie, für dieses Abenteuer durch Frankreich zu jagen.

Zudem wurde das Feld am Finaltag von guten Freunden der Trans Provence begleitet. Unter anderem fuhr Fabien Barel die letzten vierStages zusammen mit anderen Freunden aus der Bike-Industrie. So konnte man sehen,wie gut er sich von seiner potenziell karrierebeenden Verletzung erholt hatte, die er sich bei der EWS in Chile Anfang der Saison zugezogen hatte. Einheimische Jugendliche checkten an der Zeitnahme aus, wie gut sie gegen die Pros abschnitten. Und wie sich herausstellte, waren sie sehr, sehr gut. Die nächste Fahrer-Generation steht in den Startlöchern, um gegen ihre Helden anzutreten.

Am Strand in Menton warteten bereits die Lieben oder Familienangehörigen aufTeilnehmer und Mitarbeiter. Bier wurde getrunken und Geschichten erzählt. Danach gab’s ein großes Abschluss Dinner und für einige einen Hangover am anderen Morgen –und danach für viele den Flug zurück zu verschiedenen Teilen der Welt und in ihr echtes Leben, das sie für sechs Tage zurückgelassen hatten. Die nächsteTrans Provence startet am 20 Juni 2015. Bis dahin.

Tag 6 Ergebnisse:
http://trans-provence.com/results2014/day6.html

Gesamtwertung: http://www.trans-provence.com/results2014/overall/after_day6.html

 

Quelle: 

Übersetzung: bikesport / Fotos: Fotos & Video: Mavic Trans Provence