Wettkampf



Trans Provence Tag 5

Mavic Trans Provence
Die letzten Tage haben Spuren hinterlassen

Tag 5: Valdeblore - Sospel

39,61 km, 1238 Hm bergauf, 3076 Hm bergab

Müdigkeit, Zermürbung, Abnutzung – am fünften Tag zeigt es sich

 

Eine gebrochene Rippe, zertrümmerte Knöchel, die meisten Teilnehmer tragen ein paar Schürfwunden am Körper. Selbst geschmeidige Race erleidenDurchschläge, anderen brennt mysteriöser Weise ein komplettes Paar Bremsbeläge an einem Tag durch, wo zuvor ein Paar die gesamte Woche gehalten hatte.

 

Aber auch diese Zahlen sind nicht gesamte Wahrheit. Renntag 5 der Mavic Trans Provence sieht auf dem Papier nach einen guten Gravity-Deal aus. Viel runter im Vergleich zum hoch, allerdings gedämpft durch ein Mordsteil von Anstieg gleich zu Beginn der Etappe und einige der physisch anstrengendsten Downhills der gesamten Woche. Abhängig von der Denkweise ist es entweder der unglaublichste Trail, den du jemals „on sight“ gefahren bist, oder du wirst einfach gleichzeitig komplett durchgerüttelt und von Angst erfüllt, während deine Arme einfach nicht mehr können.

Zudem wird das Rennen jetzt richtig heiß. Jérôme Clementz führte am Morgen nach den ersten beiden Stages. Nach einem kleinen Sturz am Nachmittag war die Führung jedoch wieder dahin. 20 Sekunden trennen ihn nun von François Bailly-Maitre. Ben Cruz war heute wegen eines Defekts raus. Damit scheidet er ebenfalls aus dem Kampf um die Gesamtwertung aus. Am letzten Tag wird er allerdings wieder am Start stehen und versuchen, noch ein paar Stages für sich zu entscheiden.

Das Rennen der Frauen ist nicht weniger spannend. Ines Thoma liegt auf Platz 20 der Gesamtwertung, dicht gefolgt von Anita Gehrig auf 23. Dabei liegen nur ein paar Minuten zwischen den beiden, die schnell aufgebraucht sind, sollte Ines einen Defekt haben.

Am letzten Tag auf dem Weg von Sospel nach Menton wird allerdings jeder gefeiert werden, ungeachtet, ob er dabei ist das Rennen zu gewinnen, ob er um 46 kämpft oder ob er einfach nur am Stück am Strand in Menton ankommen möchte.

Auf der letzten Etappe gilt es heute, die letzten Energiereserven locker zu machen, schnell zu fahren ohne zu stürzen, hard zu fahren ohne das Bike zu zerstören – um dann den letzten Pass zu genießen und das Ende eines großes Abenteuers zu sehen.

 

Ergebnisse Tag 5: http://trans-provence.com/results2014/day5.htm

Gesamtwertung:
http://www.trans-provence.com/results2014/overall/after_day5.html

Quelle: 

Text & Fotos: TransProvence, Übersetzung: Thomas Werz