Menschen

Wolfgang Fasching startet sein letztes RAAM

Ziel ist der Sieg
Seit Wochen bereitet er sich gezielt auf seine achte Teilnahme vor, will wie im Laufe seiner zehnjährigen Karriere als Ausdauersportler nichts dem Zufall überlassen. 'Ich werde sicher nicht zum Race Across America fahren, um aufs Podest zu kommen. Ich will das Rennen der Rennen noch einmal gewinnen und somit einen einzigartigen Rekord aufstellen. Bisher gab es noch keinen Athleten, der das RAAM vier Mal gewinnen konnte', gibt sich Wolfgang Fasching siegeshungrig. Bis zum Start des Race Across America will der Wahl-Oberösterreicher im Gegensatz zu den letzten Jahren kein Rennen bestreiten, sich durch gezieltes Training auf Amerika vorbereiten. 'Ich habe schon so vieles ausprobiert. Fahre ich kurz vor dem RAAM zur Vorbereitung ein Rennen, könnte mich das zu sehr auslaugen', analysiert Wolfgang. Der Startschuss zur 27. Auflage des Klassikers fällt am 10. Juni in San Diego. Über knapp 5.000 Kilometer geht es zur Ostküste nach Atlantic City. Knapp 30.000 Höhenmeter bei Temperaturschwankungen von bis zu 50 Grad Celsius stehen in den acht bis neun Tagen Fahrzeit auf der Sollseite, dem gegenüber nur rund eine Stunde Schlaf pro Tag. 'Ich kenne meinen Körper sehr gut und habe durch meine Routine und psychische Stärke einen enormen Vorteil gegenüber vielen meiner Konkurrenten. Ich kann das RAAM gewinnen!'

Wolfgang Fasching und sein Race Across America
1996 bestritt Wolfgang Fasching, getrieben von den Leistungen eines Franz Spielauer (dem bis Fasching einzigem österreichischen RAAM-Sieger), sein erstes Race Across America. Und gleich im ersten Jahr ließ der Österreicher aufhorchen: Durch einen sensationellen Rookie-Rekord belegte er gleich beim ersten Start den dritten Platz. Das hatte vor ihm noch niemand geschafft. Ein Jahr danach dann der erste Triumph, dem noch zwei weitere folgen sollten. 1998 lag er bis kurz vor dem Ziel an der ersten Stelle, kam 200 Kilometer vor Ende des Rennens aber zu Sturz und brach sich dabei das Schlüsselbein. Mit dem Ziel des Durchkommens vor Augen rettete Wolfgang Fasching noch Rang zwei! 1999 dann der nächste Podestplatz, er erzielte wieder einen zweiten Platz. 2000 schaffte Wolfgang Fasching den nächsten Sieg, in einer der Rekordzeit von 8 Tagen, 10 Stunden und 19 Minuten. Im Jahr 2001 verzichtete Fasching auf sein RAAM. Er ordnete die Saison der Besteigung des Mount Everest unter, was ihm am 23. Mai als 13. Österreicher auch gelang. Back in the USA hieß es wieder 2002, wo er seinen bisher letzten Sieg in einer Zeit von 9 Tagen, 2 Stunden und 45 Minuten feiern konnte. Im Jahr 2004 folgte der bis dato letzte Auftritt bei seinem Lieblingsrennen, er wurde Dritter. Die Statistik des Österreichers beim Race Across America ist beeindruckend: Keine Aufgabe! Jedes Mal beendete er das RAAM auf dem Podest – das ist Rekord!