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Nach Kivilevs Tod: Neue Helminitiative der UCI

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kg

(13.03.03/kg) In einer offiziellen Stellungnahme zum tragischen Tod des Straßenfahrers Andrei Kivilev kündigt der Weltradsportverband UCI eine neue Helminitiative an. »Deeply shocked« spricht die UCI der Familie des Verstorbenen - er hinterlässt seine Frau und einen Sohn - und dem Team Cofidis ihre Anteilnahme aus und spricht von einem »sad day for the sport of cycling«.

Verhaltene Kritik an der Einstellung der Mehrheit der Profi-Fahrer kommt aber zum Vorschein durch den Hinweis darauf, dass die UCI 1991 die Helmpflicht auch im Rennradsport einführen wollte, dies aber vom Peleton mehrheitlich zurückgewiesen wurde. Daraufhin beließ es die UCI bei einer klaren Empfehlung, beim Radfahren immer den Helm aufzusetzen.

Nun schreibt die UCI: »Zwar kann das Tragen eines Helmes niemals alle Risiken des Radfahrens ausschließen, doch wird die UCI in Kürze die Initiative ergreifen und alle betroffenen Parteien bitten, ihre Position in dieser Hinsicht nochmals zu überdenken.«

Kivilevs schwere und letztlich tödliche Kopfverletzung befand sich nach Aussage des Teamarztes von Cofidis, Jean-Jacques Menuet, an einer Stelle, die ein Helm geschützt hätte. Menuet zeigte sich relativ überzeugt davon, dass ein Helm Kivilev das Leben gerettet hätte.

Die Gegner einer Helmpflicht unter den Straßenfahrern berufen sich auf das Recht auf Eigenverantwortung für ihre persönliche Sicherheit. Manche scheinen sich nicht bewusst zu sein, dass sie als Idole eine Vorbildfunktion erfüllen sollten und dadurch eine große Verantwortung gegenüber vielen Tausend Menschen haben.