Test & Technik

Herzstück: Fuji Auric 1.3

Das Fuji Auric 1.3: Ein Endurobike mit viel Laufruhe
Das Fuji Auric 1.3: Ein Endurobike mit viel Laufruhe

Ein Endurobike mit speziellen Hinterbausystem

Fuji Bikes: Japanische Tradition trifft auf amerikanischen Entwicklergeist. Das neu entwickelte Auric ist ein Enduro-Flaggschiff mit ganz besonderem Hinterbausystem. Wir haben es für euch getestet!

Rein optisch beeindruckt das Fuji vom ersten Blick an: formschön, aber mit einem unüblichen Hinterbausystem. Der Umlenkhebel befindet sich mittig in der Kettenstrebe. Zusätzlich hat dieses Enduro-Bike potente Federelementen von Fox verbaut, die danach schreien, im Trail ordentlich gefordert zu werden. Jetzt kann der Japaner zeigen, wie viel Stärke und Ausdauer er mit seinem gleichnamigen Wahrzeichen, Japans höchstem Berg Fuji, gemeinsam hat.

 

Kontaktaufnahme

Es ist nicht zu verleugnen: Ganz besonders fällt einem das spezielle Hinterbausystem mit dem Namen MLink auf. Aber auch das Fahrwerk, mit der Fox 36 Float Factory FIT 160 Millimeter sowie dem Fox Float Factory Evol Dämpfer zeigt, dass sich Fuji bei diesem Modell auf keine Kompromisse einlässt.
Bei einem weiteren Blick auf den Hinterbau stellt man zusätzlich fest, dass dieser für den neuen Boost-Standard entwickelt wurde. Die um sechs Millimeter breitere Hinterradnabe lässt es zu, stabilere Laufräder und durch den gewonnen Platz auch Reifen, bis zu einer Breite von zirka 3,0 Zoll zu fahren. Es sind DT Swiss M1700 Laufräder und  Schwalbe Nobby Nic Reifen mit 2,35 Zoll verbaut. Somit ist das Potenzial des Hinterbaus noch nicht völlig ausgeschöpft.
Bei der Schaltung sowie Bremsanlage vertraut Fuji auf bewährte Shimano XT Komponenten. Eine Vario-Stütze von Kind Shock und ein 760 Millimeter breiter Lenker runden das Enduro-Bike zu einem stimmigen Paket ab.

 

Das Auric im Trail

Alleine bergauf zeigt es sich, dass der MLink Hinterbau richtig gut funktioniert. Er ist so gut wie wippneutral. Dies spart Energie für die Bergabfahrt. Genau hier entfaltet sich das Auric zum waren Enduro-Bike. Der MLink funktioniert erneut tadellos. Die Nobby-Nic Reifen haben auch bei rutschigen Passagen eine gute Kontrolle. Somit spiegelt das Auric tatsächlich die Eigenschaften des Mt. Fuji wider: Stärke und Ausdauer. Wir fügen aber gerne noch Verspieltheit und Innovationskraft hinzu.

 

Fakten

  • Rahmen: Fuji A6-SL Aluminium
  • Gabel: Fox 36 FLOAT Factory FIT (160 mm)
  • Schaltung: Sram X1, 11-fach
  • Bremsen: Shimano Deore XT, 180 mm
  • Kurbel: Oval Concepts, 32T
  • Laufräder: DT Swiss M1700
  • Reifen: Schwalbe Nobby Nic, 27.5x2.35"
  • Gewicht ohne Pedale: 13,5 kg
  • Preis: 4499 Euro

 

Im Gespräch

Brian McKinney, Mountainbike Marketing Manager von Fuji Bikes, spricht über das neue Auric 27.5 1.3 und seine besonderen Eigenschaften.

bikesport: Für welchen Fahrertyp ist das Auric gedacht?
Brian McKinney: Das Auric ist perfekt für den Allmountain-Fahrer, der ein effizientes Pedalieren auf einem Bike mit viel Federweg bevorzugt.  Es kann aggressiv Downhills bewältigen und fühlt sich auch auf jeder Endurostrecke zu Hause.

Was macht das Fuji Auric 27.5 1.3 so besonders im Vergleich zu anderen Bikes auf dem Markt?
Das MLink-Hinterbausystem ermöglicht dem Auric revolutionäre Fahreigenschaften. Es ist ein Viergelenksystem, wobei das Gelenk zentral in der Kettenstrebe sitzt. Dies vereint das Dämpfungsverhalten von kurzen und langen Umlenkhebeln. Der längere Umlenkhebel vom MLink-System spricht im Gegensatz zu den kürzeren langsamer an, was auch die Belastung der Lager stark reduziert. Die Kraftdreiecke sind dadurch steifer und kleiner. Gleichzeitig kann man weiterhin die Vorteile kurzer Kettenstreben nutzen und es ermöglicht zusätzlich mehr Raum für großvolumige Reifen.
Oder einfacher gesagt: Die MLink- Technologie macht das Auric zu dem effizientesten Bergauf-Fully auf dem Markt. Bergab steht es anderen Enduro-Bikes in nichts nach.

Was ist deine Meinung zum neuen Boost-148-Standard?
Der Boost-148-Standard hat definitiv einige Vorteile. Durch die breiteren Naben ermöglicht er, steifere Laufräder zu verbauen. Im Besonderen fällt dies bei 29-Zoll Rädern auf.
Auch bei der Reifengröße 27.5+ gibt es einige Pluspunkte. Wegen dem breiteren Kurbelabstand kann man kürzere Kettenstreben fahren. Wobei die breiten Plusreifen immer noch genügend Platz haben.

 

Im Laden


Dieses Logo entstand in den Anfängen der Marke um die Jahrhundertwende.

Die japanische Fahrradmarke Fuji ist eine der Ältesten weltweit. Gegründet wurde das Unternehmen von Nichibei Shōkai im Jahre 1899. Name und Logo entstammen dem japanischen Wahrzeichen und Sinnbild für Stärke und Ausdauer, dem Mount Fuji. In den 1920er-Jahren waren Fuji-Bikes die beliebtesten Räder Japans. Sie wurden erst später in den USA und anschließend auch weltweit vertrieben. 1930 hat Fuji das erste Etappenrennen Japans veranstaltet, das von Osaka nach Tokyo führt. Heute ist es eines der angesehensten Rennen des Landes.
Das Unternehmen Advanced Sports Inc. übernahm in den 1990er-Jahren den amerikanischen Teil der Firma, sicherte sich die weltweiten Distributionsrechte und führt die ehemals japanische Traditionsmarke bis heute fort. Seit 2004 produziert Fuji seine Räder in Taiwan, China und Polen.

Mehr über Fuji-Bikes findet man unter www.fujibikes.com.

Quelle: 

Text: Andy Rieger | Fotos: Jürgen Amann, Gideon Heede, Vivax | Video: Gideon Heede

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