Test & Technik

US-Biketest: Specialized Stumpjumper

US-Bike Test: Specialized Stumpjumper FSR Expert 6fattie
Das schicke Specialized ist mehr als ein Trailbike.

SUV mit Stauraum: Specialized Stumpjumper FSR Expert 6fattie

Mit dem Specialized Stumpjumper FSR Expert 6fattie ist auch ein Trailbike mit B+ Bereifung im Testfeld vertreten und zeigt gekonnt das Potenzial der breiten Reifen auf.
Das Stumpjumper FSR funktioniert seit Jahren – und beweist das immer wieder. Deswegen waren wir sehr gespannt, wie es sich in der Plus-Version schlagen würde. Trotz der voluminösen Reifen ist am FSR Expert 6fattie die typische Specialized Trail-Geometrie gelungen umgesetzt, sprich: Die Kettenstreben sind mit 437 Millimeter kurz gehalten, das Oberrohr lang und der Lenkwinkel wurde zum Vorgängermodell um ein Grad flacher. Der lange Hauptrahmen sorgt für ein sicheres, stets kontrolliertes Fahrgefühl. Das wird von den drei Zoll breiten Reifen zusätzlich unterstützt. Sie schlucken kleine Schläge weg und bieten ein spürbares Plus an Traktion. Das macht sich in rutschigen oder technischen Kletterpassagen bemerkbar. Oder in schnellen Downhills auf losem Untergrund, wo die 6Fatties sicheren Halt bieten. Auch auf hängenden Trails mit Wurzeln oder Steinen klebt das Bike förmlich auf dem Untergrund. Dabei rollen die breiten Reifen erstaunlich leicht, man fühlt sich im Sattel wie in einem sportlichen SUV. Die Sitzposition ist, wie vom Stumpi gewohnt, sehr effektiv, das Rad lässt sich vorzüglich pedalieren und beschleunigen. Der Hinterbau ist effektiv, hält das Rad am Boden und zeigt keine Wipptendenzen. Er bietet 135 Millimeter Federweg, die sehr gut mit den 150 Millimetern der Gabel harmonieren. Mit dem 28er Kettenblatt sind auch steile Anstiege kein Problem, wir würden dem Specialized eventuell sogar ein 30er Blatt verpassen.

Die 6fatties am Stumpjumper sorgen für ein spürbares Mehr an Grip.


Stauraum im Unterrohr

Der Rahmen bietet viele gefällige Details: Die Linienführung ist harmonisch, die Züge laufen innen und unter dem Flaschenhalter versteckt sich ein Fach. „Swat Door“ nennt Specialized den Zugang, das Fach bietet Platz für Schlauch, Pumpe und Minitool. Erstmals konnten wir am Testrad die neue Command Post ausprobieren. Während das Vorgängermodell drei Positionen zur Verfügung stellte, sind es bei der neuen Ausführung zwölf. Das erlaubt eine feinere Anpassung im Trailmodus. Schön ist auch der neue Remote-Hebel der Command, der viel besser zu bedienen ist als beim Vorgänger. Ein sehr bequemer Sattel ergänzt den gelungenen Sitzbereich.

Fazit

Mit dem Stumpjumper FSR Expert 6fattie bietet Specialized eine gelungene neue Variante seines Klassikers an. Ein klasse Trailbike mit Grip und überzeugenden Fahreigenschaften.

Ich habs getestet

„Fett! Für mich ist das schicke Specialized mehr als ein Trailbike. Der Stumpumper FSR 6fattie macht alles mit, rollt gut, ist agil und gibt mir ein Gefühl absoluter Kontrolle. Dazu kommen viele coole Details – ein klasse Bike“


Andy Rieger,
bikesport Redakteur

 

Technik Info

Rahmen

Material/Größen: Aluminium / S, M, L, XL
Gewicht (ohne Pedale): 13,27 kg

Federung

Gabel: Fox 34 Plus Performance Elite (150 mm)
Dämpfer: Fox Float Factory DPS (135 mm)

Antrieb & Bremsen

Schaltung: SRAM X01 1x11
Schalthebel: SRAM X1
Kurbel: Custom SRAM S-2200 (28 Zähne)
Bremsen: Shimano Deore XT (180/180 mm)

Laufräder

Naben/Laufrad: Roval Traverse
Reifen v/h: Specialized Purgatory /
Ground Control (6fattie, 3,0”)

Parts

Lenker: Specialized (750mm)
Vorbau: Specialized (60 mm)
Stütze: Specialized Command Post(125mm)
Sattel: Specialized Henge

Preis

5999,00 EUR

Vertriebsinfo

www.specialized.com

Quelle: 

Redaktion bikesport Magazin / Text: Martin Munker / Bilder: Gideon Heede

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