Test & Technik

US-Bikes im Test: Das Ibis Mojo HD 3

Biketest. Ibis Mojo HD 3.
Das Ibis Mojo ist ein Hingucker - nicht nur wegen der Farbe!

Giftgrüner Sprinter

Das Mojo HD 3 ist die dritte Generation des Ibis Klassikers. Der Hinterbau mit kompakter gewordenem DW Link bietet 150 Millimeter Federweg, zudem wurde die Geometrie modernisiert.
Zunächst einmal das Aussehen: Das Mojo gibt es in verschiedenen Lackierungen, das leuchtende Neongrün des Testrads ist super attraktiv, da waren sich alle Tester einig. Dann fallen sofort die breiten Felgen der Ibis-Laufräder ins Auge, die das Fahrverhalten nicht unerheblich prägen. Und schließlich das geringe Gewicht, das bereits beim Auspacken des schicken Bikes auffällt. Für die Unterschiede zum Vorgänger muss man genauer hinsehen: Der DW-Link ist etwas kompakter geworden, das Rahmendreieck bietet theoretisch Platz für einen Flaschenhalter. Der größere Federweg sowie die längere und  flachere Geometrie fallen dann schon eher im Fahrbetrieb auf. Wobei lang relativ ist, denn das Testrad fällt immer noch vergleichsweise klein aus, im Zweifelsfall vor dem Kauf also zwei Rahmengrößen ausprobieren.

Das Mojo kann in allen Situationen überzeugen.

 

Traktion satt

Das Mojo HD3 besticht durch absolut sicheres Fahrgefühl, es ist leicht und super wendig, liegt aber dennoch sehr satt im Trail. Das geringe Gewicht gefällt in der Beschleunigung ebenso wie beim Klettern, wo zusätzlich die hohe Effizienz beim Pedalieren und die gute Balance überzeugen. Der DW-Link-Hinterbau (DW steht für den Konstrukteuer Dave Weagle) setzt auf einen virtuellen Drehpunkt und schafft eine klasse Balance aus Ansprechen und Antriebsneutralität. Hinterbau und Gabel ergänzen sich am Mojo sehr harmonisch – ein Fahrwerk, das in allen Situationen überzeugt. Die Komponenten sind stimmig gewählt, auch wenn der Komponentenmix mehr Klemmschellen am Lenker bedingt. Eine gesonderte Erwähnung verdient der Sattel von 66Sick, der stylisch aussieht und super komfortabel ist. Das zweite Extralob geht an die 41 Millimeter breiten Ibis Carbonfelgen, durch welche die 2,3 Zoll breiten Reifen deutlich breiter bauen und satter auf dem Untergrund liegen. Das sieht und das spürt man auch. Die Reifen bieten viel Traktion und sehr guten Seitenhalt, gerade auf schrägen Wurzeln oder seitlich abfallenden Trails. Die exzellente Kontrolle des Bikes dürfte zu einem Großteil den Felgen geschuldet sein, ein Hauch B+ am Mojo sozusagen.
 

Fazit

Das Ibis Mojo HD 3 ist agil und verspielt. Ein Bike, mit souveräner Bergab-Perfomance. Zudem sieht es blendend aus. Die dicken Laufräder haben ein Sonderlob verdient.

 

Ich habs getestet

„Wow – das Mojo HD würde ich mir glatt als Schmuckstück ins Wohnzimmer stellen. Das Problem wäre, dass es wohl meistens zu dreckig für die Wohung wäre. Überzeugt haben mich die breiten Carbonfelgen. Sie bieten perfekte Traktion und dennoch eine sehr definierte Reifenschulter. Top!“

Thomas Werz,
bikesport Chefredakteur

 

Technik Info

Rahmen

Material/Größen: Carbon / S, M, L, XL
Gewicht (ohne Pedale): 12,43 kg

Federung

Gabel: Fox 36 Kashima Factory RC2 (160 mm)
Dämpfer: Cane Creek DB Inline (150 mm)

Antrieb & Bremsen

Schaltung: Sram XO1
Schalthebel: Sram X1
Kurbel: RaceFace Turbine Cinch (30 Zähne)
Bremsen: Shimano XT (180/180 mm)

Laufräder

Naben/Laufrad: DT Swiss/Ibis 741 Carbon
Reifen: Maxxis Minion DHF (2,3”)

Parts

Lenker: Ibis Carbon (750 mm)
Vorbau: Thomson (50 mm)
Stütze: Kind Shock LEV Integra (150mm)
Sattel: 66Sick (Testbike) / Ibis

Preis

Preis: 8198,00 EUR

Vertriebsinfo

www.tri-cycles.de

Quelle: 

Redaktion bikesport Magazin / Text: Martin Munker / Bilder: Gideon Heede

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